Aktinische Keratosen


 

Aktinische Keratosen sind chronische Lichtschäden der Haut und gelten als Vorstufen des weißen Hautkrebses. Sie zeigen sich als rötliche Rauigkeiten, meist schuppig, manchmal krustig. In Anfangsstadien besser tastbar als sichtbar und treten meist an den „Sonnenterrassen“ des Körpers (Kopf, Stirn, Nase, Oberlippe, Ohren, Dekolleté, Handrücken, Unterarme) auf. Um den Übergang in einen weißen Hautkrebs zu verhindern, ist es wichtig, diese Hautveränderungen rechtzeitig leitliniengerecht zu behandeln.

 

Hierbei bieten wir Ihnen verschiedene Therapieoptionen an, die individuell an Ihren Lokalbefund, die Ausprägung des Lichtschadens und Ihre Wünsche angepasst sind. 

Kleinere Einzelläsionen behandeln wir punktuell mit Lösungen und Cremes, die durch bewusste Provokation einer lokalen Entzündungsreaktion die lichtgeschädigten Zellen zerstören. In manchen Fällen ist die Kombination mit einer ebenfalls punktuellen Kryotherapie (Vereisen) sinnvoll oder der Einsatz abtragender Laserverfahren (Erbium:YAG-Laser).

Liegt eine Feldkanzerisierung, also eine großflächige aktinische Schädigung vor, empfiehlt sich die photodynamische Therapie (PDT).



 

Photodynamische Therapie (Daylight) gegen großflächige Lichtschäden der Haut

Mit einem Laser wird die Hautoberfläche leicht angeraut. Anschließend tragen wir eine Creme mit dem Wirkstoff Methylaminolävulinat auf. Darauf folgt eine zweistündige Einwirkzeit mit Aufenthalt im Freien. Die behandelten Areale sollen hierbei nicht direkt der Sonne ausgesetzt sein, eine Lichtintensität von min. 2300 Lux sorgt bereits für eine Reaktion des Wirkstoffs auf der Haut. Die Behandlung funktioniert auch bei bewölktem Himmel, jedoch nicht bei Regen. Während der Belichtung kann es zu sonnenbrandähnlichen Missempfindungen kommen. Nach den zwei Stunden wird die Wirkstoffcreme in der Praxis sorgsam abgewaschen und die Haut nachbehandelt. Sie sollten in den folgenden 48 Stunden die behandelten Hautpartien nicht dem Sonnenlicht aussetzen. Danach ist die photoaktive Wirkung des Medikaments abgeklungen.

Nach der Behandlung ist die Haut gerötet und berührungsempfindlich. In den folgenden drei Tagen bilden sich starke Reaktionen in Form von Rötungen und Krustenbildung, welche bis zu zwei Wochen anhalten können. Selten kann es auch zu einer stärkeren Entzündungsreaktion mit Schwellung kommen. Je ausgeprägter die Lichtschädigung war, desto stärker äußert sich dies in der nachfolgenden Hautreaktion. Trotz dieser Unannehmlichkeiten ist dies ein gewünschter Nebeneffekt, da durch diesen Umwandlungsprozess die chronisch lichtgeschädigten Zellen zum Untergang gebracht werden. Nach ungefähr zwei Wochen schuppt sich dann die oberste Hautschicht ab und hinterlässt eine frisch gebildete, glatte und gesunde Haut. Ein positiver Nebeneffekt dieser Behandlungsmethode ist die damit verbundene Hautverjüngung (Skinrejuvenation) der behandelten Areale.

 

Wir begleiten Sie durch diese möglicherweise etwas unangenehmen Tage nach der Photodynamischen Therapie-Behandlung und es erfolgen regelmäßige ärztliche Kontrollen.