Schwarzer und weißer Hautkrebs


 

Der Begriff Hautkrebs wird oft gleichgesetzt mit dem schwarzen Hautkrebs (malignes Melanom). Das maligne Melanom betrifft glücklicher Weise jedoch nur den kleinsten Teil der zahlreichen Hautkrebsarten des Menschen. Es nimmt seinen Ausgang von den Pigmentzellen der Haut, ist sehr aggressiv und endet nicht selten tödlich. Der Diagnosezeitpunkt und das damit verbundene Tumorstadium sind hierbei essenziell. 

 

Als Risikofaktoren für die Entstehung eines malignen Melanoms gelten unter anderem eine genetische Veranlagung, starke Sonneneinstrahlung, vor allem in der Kindheit und Jugend, ein heller Hauttyp und grüne Augen. Zum Selbstcheck wird als Anhaltspunkt die Anwendung der ABCDE-Regel auf Pigmentierungen empfohlen:

  • A = Asymmetrie

  • B = Berandung (scharf/unscharf)

  • C = Colorit (Farbe)

  • D = Durchmesser (>5mm)

  • E = Erhabenheit (aus dem Hautniveau)


 

Früherkennung von weißem Hautkrebs

Der häufigste Hautkrebs ist der weiße Hautkrebs. Eine neuere und passendere Bezeichnung in Abgrenzung zum malignen Melanom ist „non melanoma skin cancer“ oder aber “keratotic cancer/Keratinozytenkrebs”. Der weiße Hautkrebs geht von den verschiedenen Zellen der oberen Hautschichten aus. Die häufigste Form ist hierbei das Basalzellkarzinom (Basaliom), gefolgt vom Plattenepithelkarzinom (Spinaliom) und weiteren Untergruppen. Das Basaliom gilt als semimaligne, das heißt es wächst örtlich zerstörend und kann sogar Knochen oder Knorpel angreifen, streut aber nicht. Das Plattenepithelkarzinom kann in seltenen und fortgeschrittenen Stadien streuen, Metastasen bilden und lebensgefährlich sein. Aus diesem Grund sollten auch gerade Vorstufen - die aktinischen Keratosen - regelmäßig kontrolliert und frühzeitig behandelt werden.

 

 

Risikofaktoren für die Entstehung des weißen Hautkrebs

  • Genetische Veranlagung

  • Starke Sonneneinstrahlung, vor allem in der Kindheit und Jugend

  • Heller Hauttyp

  • Die Einnahme bestimmter Medikamente wie HCT oder Immunsuppressiva

 

 

Diagnostik – regelmäßige Hautkrebsvorsorge zur Risikominimierung

Wir untersuchen und beurteilen alle auffälligen Hautveränderungen mit einem Hand-Auflichtdermatoskop nach klinischen sowie auflichtmikroskopischen Kriterien. Anschließend haben wir die Möglichkeit, auffällige Muttermale und Strukturen mit unserer hochmodernen Visiomed Videokamera in bis zu 140-facher Vergrößerung aufzunehmen. Meist erfolgt dies im Rahmen einer ganzen Hautkrebsvorsorge. Die digital gespeicherten Aufnahmen der Muttermale werden bei den regelmäßigen Kontrolluntersuchungen dann jedes Mal miteinander verglichen, wodurch kleinste Veränderungen schnell erkannt und frühzeitig erfolgreich behandelt werden können.

 

 

Verschiedene Therapieansätze in Abhängigkeit der Diagnose

Hat sich ein Muttermal auffällig verändert, muss dieses operativ entfernt werden. Das können wir in angenehmer Atmosphäre ambulant, mit örtlicher Betäubung in unserer Praxis durchführen. Alle Eingriffe erfolgen selbstverständlich unter Berücksichtigung höchster ästhetischer Ansprüche und mit anschließender dermatohistopathologischer Untersuchung durch ein renommiertes entsprechendes Labor.

Bei der Verdachtsdiagnose eines weißen Hautkrebses sichern wir diese meist zunächst durch Flachabtragung einer geringen Menge Gewebe (Shavebiopsie), um diese dermatohistopathologisch untersuchen zu lassen. Bestätigt sich der Verdacht, besprechen wir individuell mit Ihnen die verschiedenen leitlinienbasierten Therapiemöglichkeiten, die von operativen Maßnahmen, über Laserbehandlungen, Photodynamischer Therapie, bis zu einer Cremebehandlung zu Hause reichen. 

Wurde die Diagnose eines malignen Melanoms gestellt, hängt die weitere Behandlung von der histologischen Tumordicke und dem damit verbundenen Tumorstadium ab. Bei frühen Stadien mit geringen Tumordicken können die erforderliche Nachexzision und Nachsorge inklusive kleinem Staging (Durchuntersuchung) mit Blutentnahme und Sonographie der Lymphknoten durch uns erfolgen und veranlasst werden. Bei größeren Tumordicken mit höherem Risikoprofil kooperieren wir in enger Absprache mit den Hauttumorzentren in Heidelberg, Wiesbaden, Mainz, Frankfurt und begleiten unsere Patienten hierbei gemeinsam.